Paraponera clavata – Die 24 Stunden Ameise
Beschreibung / Merkmale: Paraponera clavata gehören mit zu den grössten Ameisen der Welt, sie ist eine sehr ruhige entspannte Ameise insofern sie nicht geärgert werden. Sie lebt in feuchten Tieflandregenwäldern von Nicaragua und dem äussersten Osten von Honduras bis nach Paraguay. Die „24 Ameise“ oder „24-Stunden-Ameise“ wie sie genannt wird, kann sehr schmerzhaft stechen. Paraponera clavata wurde erstmals 1775 vom dänischen Zoologen Johan Christian Fabricius beschrieben , der sie in seiner Systema entomologiae Formica clavata nannte, basierend auf einem von ihm gesammelten Arbeiter. Sie ist die einzige lebende Art in ihrer Unterfamilie. Paraponera clavata ist in ganz Mittel und Südamerika verbreitet , häufig in der feuchten neotropischen Ökozone. Diese Ameisen Kolonien sind meistens in Tieflandgebieten anzutreffen, in Höhen von Meereshöhe bis 750m bis 1200m. Kolonien bestehen aus mehreren hundert Individuen und befinden sich gewöhnlich an den Basen von Bäumen. Arbeiterinnen suchen in der Gegend direkt über dem Nest nach kleinen und grösseren Insekten und Nektar , oft bis zum oberen Kronendach der Bäume. Auf dem Waldboden findet wenig Futtersuche statt. Nektar, der zwischen den Unterkiefern getragen wird, ist das häufigste Futter dieser Art, das von den Arbeiterinnen ins Nest zurückgebracht wird. Zu beachten: Sie vertragen keine stickige Luft. Sie bevorzugen Erdnester in jeder Hinsicht. In Ytong Nester aller Art kommen Sie auch gut zurecht. Es sind schöne Tiere die optisch aufgrund der Grösse einen sehr guten Eindruck beim Halten hinterlassen.
Ponerinen – Urameisen – Paraponera clavata
Die Paraponera clavata, auch bekannt als «24-Stunden-Ameise» oder «Tropische Riesenameise», ist eine bemerkenswerte Ameisenart, die in den tropischen Regenwäldern Süd- und Mittelamerikas beheimatet ist.
Taxonomie und Verwandtschaft Paraponera clavata ist die einzige lebende Art der Unterfamilie Paraponerinae. Neben ihr ist nur die fossile Art Paraponera dieteri bekannt. Ein weiteres Fossil aus dem miozänen Zeitalter wurde in dominikanischem Bernstein entdeckt. Dies beweist, dass die Ameise früher in der Karibik verbreitet war.
Morphologie:
Grösse und Aussehen:
Die Arbeiterinnen erreichen eine Körperlänge von 1,8 bis 2,5 cm, Königinnen werden 2,5 bis 3 cm gross. Der Körper ist schwarz oder dunkel- bis rotbraun gefärbt. Die goldfarben behaarten Tarsen der Vorderbeine sind ein eindeutiges Erkennungsmerkmal.
Besondere Merkmale:
Die markanten, v-förmig gewinkelten Antennengruben umfassen die Komplexaugen. Der Hinterleibsstiel ist abgeflacht und im Profil rechteckig. Die Körperoberfläche ist stark skulptiert.
Verbreitung und Lebensraum:
Diese Art kommt in Süd- und Mittelamerika vor, von Nicaragua bis Bolivien. Diese Art lebt hauptsächlich in Tiefland-Regenwäldern bis zu einer Höhe von 750 Metern über dem Meeresspiegel. Paraponera clavata bevorzugt Gebiete mit sehr hohem, gleichmässig verteiltem Jahresniederschlag.
Biologie und Verhalten:
Nestbau und Koloniestruktur:
Diese Tiere nisten meist im Boden, bevorzugt an der Stammbasis tropischer Waldbäume. Die Kolonien sind monogyn (eine Königin) mit einigen hundert bis maximal ca. 2500 Arbeiterinnen.
Sie suchen ihre Nahrung überwiegend in Baumkronen.
Sie ernähren sich von flüssiger Nahrung, Insekten und Pflanzenteilen – alles, was sie benötigen. Die Tiere sind je nach Region entweder tag- oder nachtaktiv.
Besondere Verhaltensweisen:
Sie sind lernfähig und können sich gut orientieren. Sie verwenden Pheromone, um ihre Pfade zu markieren. Es wurde eindeutig beobachtet, dass sie das Tandem-Laufverhalten anwenden.
Giftigkeit und Bedeutung für den Menschen:
Der Stich von Paraponera clavata ist extrem schmerzhaft und der schmerzhafteste Insektenstich überhaupt. Ihr englischer Name «bullet ant» (Gewehrkugelameise) kommt nicht von ungefähr.
Die Königinnen spielen in den Kolonien von Paraponera clavata eine wichtige, aber begrenzte Rolle:
Reproduktion:
Die Hauptaufgabe der Königinnen bei Paraponera clavata ist die Produktion von Nachkommen. Sie sind die einzigen begatteten Weibchen in der Kolonie und somit für die Fortpflanzung und den Erhalt der Population verantwortlich.
Koloniestruktur:
Monogynie: Paraponera clavata-Kolonien sind in der Regel monogyn, das heisst, sie haben nur eine einzige Königin.
Koloniegrösse:
Die Kolonien sind relativ klein und umfassen meist einige Hundert Arbeiterinnen. Die bisher grösste dokumentierte Kolonie hatte 2326 Arbeiterinnen.
Vergleich zu Arbeiterinnen:
Die Königinnen sind kaum grösser als die Arbeiterinnen. Ihr Gehirn ist in den Bereichen, die für das Sozialverhalten zuständig sind, weniger entwickelt als das der Arbeiterinnen.
Einfluss auf die Kolonie:
Entgegen der intuitiven Vorstellung einer «herrschenden» Königin hat die Paraponera clavata-Königin keinen direkten Einfluss auf das tägliche Geschehen in der Kolonie. Sie gibt keine gezielten Anweisungen an die Arbeiterinnen. Die Königin ist nicht für die Organisation des Ameisenvolks verantwortlich. Die Königin lebt überwiegend tief im Nest verborgen und hat wenig Kontakt zur Aussenwelt.
Bedeutung für den Kolonieerhalt:
Obwohl die Königin keine aktive Führungsrolle übernimmt, ist ihre Anwesenheit für das Überleben der Kolonie unerlässlich. Stirbt die Königin, stirbt auch die Kolonie, da keine neuen Arbeiterinnen produziert werden können.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Rolle der Königinnen bei Paraponera clavata hauptsächlich auf die Reproduktion beschränkt ist, während die komplexe Organisation und das Funktionieren der Kolonie auf der Interaktion aller Individuen beruhen.